Viscokupplung / Bauteile, Bilder und Begriffe
siehe auch hier:
das Geheimnis der Visko ist gelüftet
geschrieben von: Dieter
Datum: 15. Juli 2009 20:29
Habe mir heute mal die defekte Visko näher angeschaut
http://archiv.mb100.de/images/b/be/Viskokupplung_001_001.jpg
deutlch zu erkennen ist die schwarze Ölkohle an der Vorderseite
http://archiv.mb100.de/images/d/d4/Viskokupplung_006.jpg
das gelochte Blech ist nur aufgesteckt und kann einfach mit einem Schraubenzieher abgehebelt werden danach wird der Blick auf die Bimetallfeder in der Mitte frei, eine Hälfte davon wurde bereits von der Ölkohle befreit (hell zu erkennen)
http://archiv.mb100.de/images/6/62/Viskokupplung_007_001.jpg
die Bimetallfeder (längliches Blech) ist ebenfalls gesteckt und zusätzlich mit Klebstoff an den Rippen des Alugehäuses gesichert, mit einem Schraubenzieher bekommt man sie auch leicht ab, darunter kann man nun die kreisrunde (grüne) Dichtung und in deren Mitte den Betätigungsstift zum Einschalten der Visko erkennen.
http://archiv.mb100.de/images/0/08/Viskokupplung_010.jpg
hier sieht man die abgezogene Dichtung mit dem Betätigungsstift
http://archiv.mb100.de/images/f/fa/Viskokupplung_011_001.jpg
über die Öffnung, in der der Betätigungsstift sich bewegt, könnte nun Öl nachgefüllt werden.
Da an der Öffnung jedoch sofort Öl anstand, vermute ich, dass gar nicht so viel Öl fehlt. Möglicherweise hat die Verklebung der Bimetallfeder im Laufe der Jahre nachgelassen, so dass eine Biegung der Bimetallfeder den Betätigungsstift nicht mit ausreichender Kraft gedrückt hat.
Der Betätigungsstift drückt eine Blattfeder im Innern der Visko, man kann das beim Drücken des Stifts per Hand deutlich spüren. Die Blattfeder wiederum steuert die Öffnung des Ventils zwischen Vorrats- und Arbeitsraum.
Die korrekte Funktion der Bimetallfeder könnte man sicher testen, wenn man die eingebaute Bimetallfeder erhitzt, dann muß durch die Verformung der Bimetallfeder der Stift gedrückt werden.
Mir ist jetzt auch klar geworden, warum man die Visko nicht horizontal lagern darf. Dabei besteht die Gefahr, dass über einen längeren Zeitraum das Öl aus der nicht vollständig abdichtenden (grünen) Dichtung bzw. an dem Betätigungsstift ausläuft.
Gruß, Dieter
geschrieben von: Dieter
Datum: 15. Juli 2009 21:05
das Gehäuse besteht scheinbar aus zwei ineinander gesteckte Aludruckgußteile, die man wohl ohne Zerstörung nicht öffnen kann
wie es im Innern aussieht, ist jedoch in kfz-tech.de sehr ausführlich erläutert
www.kfz-tech.de/ViskoluefterZ.htm
der Betätigungsstift des MB und das Ventil funktioneren allerdings genau umgekehrt: kalter Zustand: Stift steht heraus, Bimetall gewölbt heißer Zustand: Stift wird von Bimetall hineingedrückt (und öffnet Ventil)
Gruß, Dieter
Viscokupplung
geschrieben von: Dieter
Datum: 10. Juni 2010 16:02
Hallo,
[das] ist doch mal eine interessante Beobachtung zum Thema Lüfter.
Das bestätigt meine Theorie, dass der Viskolüfter (fast) immer läuft und je nach Temperatur einmal mehr, einmal weniger Schlupf hat. Die Drehzahl gleicht sich also umso mehr der Motordrehzahl an, je wärmer die Luft ist, die vom Kühler zur Viskokupplung strömt.
Der Viskolüfter schaltet also nicht wie ein Elektrolüfter einfach ein und aus (digitale Zwei-Punkt-Regelung), sondern regelt analog.
Wenn die Kühlleistung des Lüfters nachläßt, kann das eventuell durch Nachfüllen von Silikonöl behoben werden, wenn man zuvor das Bimetall und den Betätigungsstift entfernt.
Gruß, Dieter
--Daktari 21:51, 15. Jul 2009 (CEST)