Foerderbeginn: Unterschied zwischen den Versionen

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Hallo Pöler,
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ich habe jetzt auch mal den Förderbeginn am Kutter
Dieser Beitrag muß nach heutigem Wissensstand als veraltet und fehlerhaft
auf früher verstellt. Nach teilweise berauschenden Kommentaren von
gelten und wurde deshalb vom Verfasser des Beitrags entfernt.
anderen "Verstellern"aus der Pölszene war ich
doch neugierig geworden.
 
Die "Verdrehung", Einstellung ist vielleicht übertrieben, habe
ich nach der "Relativ-Zeigermethode" vorgenommen, d.h. ich habe
einfach die Pumpe um einen bestimmten Winkel verdreht. Das hat zwar
den Nachteil, daß ich die Absoluteinstellung nicht kenne, ist
andererseits aber auch egal, weil es für Pöl sowieso keine
amtlichen Werte gibt und nur der Fahrversuch zählt.
 
Für die hinreichend genaue Messung des Winkels habe ich
einen 1m langen Aluzeiger an die Pumpe geschraubt. Dazu zwei
diagonal gegenüberliegende Schrauben aus dem rückwärtigen
Deckel durch Bolzen M6x40 mit Muttern ersetzt und daran ein
Aluprofil U-Form geschraubt, unten etwas
abgeflacht, damit es hinter den Öldruckgeber paßt. Dann den
Abstand von der oberen Ecke rechtwinklig zur Fensterscheibe
gemessen, das geht auf etwa 1mm genau. Durch die große Länge
des Zeigers kann ich den Winkel gut messen, auch wenn
die gelöste Pumpe wackelt.
 
Die eigentliche Arbeit war dann das Richten, oder Verbiegen,
der Einspritzleitungen. Die sind beim OM616 relativ kurz und steif.
Ich habe sie nicht abgebaut, sondern nur die Klemmen abgenommen.
Ich denke, das abbauen, einzeln über einem Rohr biegen und immer
wieder anpassen, geht alles andere als schneller, zumal die
Leitungen noch gegenseitig angepaßt werden müssen, und birgt noch
die Gefahr des Schmutzeintrags in die Anschlüsse.
 
Da die Pumpe zum Block hin geschwenkt werden soll, sind die Leitungen
zu lang, die Länge muß weggearbeitet werden. Ich habe mir tunlichst
verkniffen, die Radien zu verkleinern, sondern habe die Biegungen
in die Geraden hinein verlängert, also gedrängte "S"-Formen
geformt. Dabei habe ich darauf geachtet, daß die Leitungen aus allen
Anschlüssen senkrecht herauskommen und gleichen Abstand haben, so
daß sich die Klemmen wieder spannungsfrei aufsetzen lassen. Gebogen
habe ich abwechselnd und Millimeter für Millimeter an allen Leitungen,
mit einem kleinen Engländer (oder Franzosen?). Die Pumpe schwenkt
dabei automatisch mit.
 
Nach dem Aufsetzen der Klemmen habe ich zum Entfernen der mechanischen
Spannungen alle Leitungen in alle Richtungen geringfügig, gerade bis zur
Streckgrenze, gebogen, gehebelt, geklopft. Wenn Spannungen vorhanden sind
und die Leitung wird gerade bis zur Streckgrenze elastisch verformt, dann
müssen sich die Spannungen abbauen, denke ich. Hab die Klemmen noch
einmal abgenommen und geguckt, ob die Leitungen wegfedern, aber sie
blieben genau am Platz. 100%ig ist das natürlich nicht, aber ich denke,
es ist OK.
 
Eigentlich wollte ich 5 Grad KW verstellen, bin dann aber etwas übers
Ziel hinausgeschossen und bei 6,2 Grad KW +- 0,2 Grad gelandet,
also 3,1 Grad Pumpenwinkel. Rechnung: arc sin(5,1cm/95cm)=3,1 Grad.
Zurückbiegen wollte ich wegen des mühsam gewonnenen Winkels nicht.
 
Ergebnis:
 
Im Fahrbetrieb ist schon etwas zu spüren, alle Veränderungen
sind aber so gering, daß sie auch als Einbildung durchgehen könnten.
Ohne objektive Meßmöglichkeit würde ich mal sagen:
 
- der Motor dreht, auch beim freien Beschleunigen, schneller hoch
und hat etwas mehr Drehmoment. Das war beabsichtigt.
 
-der Motor läuft etwas lauter. Das war zu erwarten.
 
- Der Motor wird schneller warm. Bisher war der Zeiger nach 2Km Fahrt
auf 60 Grad, jetzt schon auf 80 Grad. Das macht mir etwas Sorge, weil
ich es als Zeichen eines verringerten Wirkungsgrades, also schlechterer
Einstellung deute. Kann aber auch täuschen, wegen des aktuell warmen
Wetters. Müßte dann aber überproportional starken Einfluß haben.
 
Über den Verbrauch kann ich noch nix sagen. Ich fahre erstmal so, und
werde demnächst auf höheren Düsenöffnungsdruck umrüsten, danach
vielleicht noch optimieren, vorher lohnt das nicht mehr.
 
Insgesamt bin ich schon etwas enttäuscht, daß kein eindeutig
positives Ergebnis erkennbar ist. Vielleicht sind 6,2 Grad zu viel,
eigentlich kann das aber nicht sein.
 
Mit Dieselautos habe ich nicht so die Erfahrung, aber an Benzinern
habe ich öfter gespielt. Da habe ich den Zündzeitpunkt, der ja dem
Einspritzbeginn entspricht, schon mal um 10 Grad verstellt, wenn
ich eine Wirkung sehen wollte, 5 Grad waren da Feintuning.
 
An älteren russischen Autos, mit denen ich mich mal beschäftigt habe,
gibt es eine Skala zum Verstellen des ZZP in abhängigkeit von der
Sprit-Oktanzahl. Der Bereich ist +-10 oder +-12 Grad groß, also
insgesamt 24 Grad Kurbelwelle. Der Wartburg hat m.W. gar keine
Fliehkraftverstellung, sondern wird fest auf 22 Grad vor OT eingestellt,
und das haut auch hin. Da treten also etwa 20 Grad Einstellfehler auf,
je nach Drehzahl. Das mal so zum Vergleich, wie bedeutsam 6,2 Grad KW
denn sind.
 
(Original von Funman: http://f23.parsimony.net/forum53376/messages/9827.htm )

Aktuelle Version vom 1. Februar 2023, 21:40 Uhr

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