Achsmanschette Notreparatur: Unterschied zwischen den Versionen

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== Variante 3 ==
Der Marder wars.....
geschrieben von: Christoph/A 
Datum: 31. Oktober 2010 10:47
Hallo Kutterfahrer,
nachdem der nette Marder mir die gesamte Gummiabdeckung des Tankanschlusses weggefressen hatte,..... hat er sich nun den Gummi der Antriebswelle vorgenommen:
zwei kleine Löcher, wo es jetzt leicht raussifft. (Wenn ich den mal erwische!)
Gibt es Erfahrungswerte, wie man die wieder dicht bekommt? Sekundenkleber, Fahrradflickzeug, etc...
Grüße
Christoph/A
geschrieben von: Offroader)
Datum: 01. November 2010 12:05
Thema aber Manschetten:
Anfangsarbeiten sind das Rad mit der defekten Manschette hoch bocken, Rad soweit drehen, bis die defekte Stelle der Manschette nach oben kommt und möglichst der Balg der Manschette auseinander gezogen zu sehen ist.
So kann das Fett beim säubern nur noch nach innen fallen.
Rad entfernen, mit einem Lappen passend getränkt in Verdünnung erst mal grob die zu behandelnde Öffnung gut über die Öffnung hinaus reinigen.
Anschließend auf einem neuen Lappen mit Prilwasser oder verdünntes anderes Spülmittel mit Wasser, ebenso die gesamte Stelle reinigen. Somit wird sie fettfrei.
Es sollte dann aber zügig weiter gearbeitet werden, weil sonst durch die offene Stelle Fettspuren wieder nach außen ziehen und das Procedere zu wiederholen ist.
Stelle ist von Feuchtigkeit unmittelbar zu befreien.
Als Schließmaterial nun Streifen von sehr elastischen Isolierband (nicht das Billige lol) verwenden, indem die Streifen nur einmal überlappend über die offene Fläche gelegt werden und somit das Loch erst mal zu ist.
Sikaflex, schwarz ist immer universal.
Dünne Schicht von 2- 3mm jetzt über das Isolierband und über dessen Ränder ziehen.
Spatel HNO oder von Eiskrem benutzen, vorher in Prilwasser tauchen, damit es daran nicht anklebt.
Finger erst in Prilwasser tauchen und Sika schön glatt streichen.
3 - 4 Stunden sicherheitshalber trocknen lassen. Vorher kann Rad wieder montiert und herab gelassen werden.
Aber dann dafür sorgen, dass sich das Rad sich dabei nicht dreht. Damit ist gewährleistet, das die Arbeit in Ruhe aushärten kann.
Die vormals defekte Stelle bleibt in Verbindung mit dem Manschettengummi dauerelastisch.
fettich.
Gelegentlich nach einiger Zeit diese Stelle mal kontrollieren.
Noch was: Bei mir hält auch eine offene Kartusche längere Zeit, wenn sie kühl gelagert wird und die Spitze drauf bleibt. Der Pfropfen hartes in der Spitze
Bis denn Winne
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Version vom 13:26, 1. Nov 2010

Haftungsausschluss



Variante 1

Wenn man im bitterkalten Winter eine eingerissene Achsmanschette entdeckt, hat man u.U. wenig Lust, den Wechsel im Freien durchzuführen.

Deshalb hier die bebilderte Notreparatur, die in ca. 20 Minuten durchgezogen war.



Eingerissene Manschette, radseitig. Austretendes Fett und die Gefahr von eindringendem Salzwasser und Splitt forderten umgehendes Handeln:

http://archiv.mb100.de/images/a/a4/Achsmanschette_Notrep._1.JPG



Notwendiges Werkzeug für die Aktion: (Beim Nähgarn handelt es sich hier um Schuhmacherzwirn)

http://archiv.mb100.de/images/e/e2/Achsmanschette_Notrep._4.JPG



Mit handelsüblicher Revolverlochzange Löcher im Abstand von ca. 1 cm links und rechts stanzen:

http://archiv.mb100.de/images/2/25/Achsmanschette_Notrep._2.JPG



Vor dem Zunähen des Risses noch schnell ne Ladung Fett eingepresst:

http://archiv.mb100.de/images/5/5d/Achsmanschette_Notrep._3.JPG



Im Kreuzstich wird der Riss vernäht:

http://archiv.mb100.de/images/9/9a/Achsmanschette_Notrep._5.JPG



Fertige Notreparatur:

http://archiv.mb100.de/images/4/48/Achsmanschette_Notrep._6.JPG


Stellt sich die Frage:

Kann das halten?

Antwort:

Ja, es hält.

Über einen strengen Winter mit Eis und Schnee, Salz und Splitt sowie rund 2500 km hielt die Naht einwandfrei.

Ein leichtes "Fett-Schwitzen" an der Naht sorgte dafür, dass kein Wasser und Schmutz eindringen konnte.

http://archiv.mb100.de/images/9/97/Achsmanschette_Rep..JPG

Insgesamt ne gute Sache, wenn man auf die Schnelle die Manschette nicht wechseln kann.

Allerdings auch nichts für die Ewigkeit.



Variante 2

Noch etwas zu Notreparatur Achsmanschette!

geschrieben von: Offroader

Datum: 15. Mai 2010 14:03

Moin,

Achsmanschette ist wie bei Daktari mal so gerissen oder auf eine der "Spitzen".

Fett ist auch schon heraus geschleudert worden.


Hm also wie schnell reparieren, damit man noch etwas fahren kann und später eine neue Manschette einbaut?

Daktari hat ja schon eine machbare Notlösung. Wäre hier noch eine Alternative, falls Daktari's Handwerkszeug nicht vorhanden ist.

Zuerst mit der Fettpresse ausreichend viel Fett in die Manschette wieder geben. Überstehendes Fett wieder sauber abwischen.

Dann nehme man eine gute (Marken-) Frischhaltefolie und umwickele die Bruchstelle unter leichtem Zug der Folie in mehreren Lagen.

In den "Tälern und Ränder" der Manschette mit der umwickelten Folie Kunststoffkabelbinder ziehen. An den Rändern auf Metall etwas fester, in den Tälern leicht fest. Hält dann auch eine Weile bis zur richtigen Reparatur.




Variante 3

Der Marder wars.....

geschrieben von: Christoph/A

Datum: 31. Oktober 2010 10:47

Hallo Kutterfahrer,

nachdem der nette Marder mir die gesamte Gummiabdeckung des Tankanschlusses weggefressen hatte,..... hat er sich nun den Gummi der Antriebswelle vorgenommen:

zwei kleine Löcher, wo es jetzt leicht raussifft. (Wenn ich den mal erwische!)


Gibt es Erfahrungswerte, wie man die wieder dicht bekommt? Sekundenkleber, Fahrradflickzeug, etc...

Grüße Christoph/A


geschrieben von: Offroader) Datum: 01. November 2010 12:05


Thema aber Manschetten:

Anfangsarbeiten sind das Rad mit der defekten Manschette hoch bocken, Rad soweit drehen, bis die defekte Stelle der Manschette nach oben kommt und möglichst der Balg der Manschette auseinander gezogen zu sehen ist.

So kann das Fett beim säubern nur noch nach innen fallen.

Rad entfernen, mit einem Lappen passend getränkt in Verdünnung erst mal grob die zu behandelnde Öffnung gut über die Öffnung hinaus reinigen.

Anschließend auf einem neuen Lappen mit Prilwasser oder verdünntes anderes Spülmittel mit Wasser, ebenso die gesamte Stelle reinigen. Somit wird sie fettfrei.

Es sollte dann aber zügig weiter gearbeitet werden, weil sonst durch die offene Stelle Fettspuren wieder nach außen ziehen und das Procedere zu wiederholen ist.

Stelle ist von Feuchtigkeit unmittelbar zu befreien.

Als Schließmaterial nun Streifen von sehr elastischen Isolierband (nicht das Billige lol) verwenden, indem die Streifen nur einmal überlappend über die offene Fläche gelegt werden und somit das Loch erst mal zu ist.


Sikaflex, schwarz ist immer universal.

Dünne Schicht von 2- 3mm jetzt über das Isolierband und über dessen Ränder ziehen.

Spatel HNO oder von Eiskrem benutzen, vorher in Prilwasser tauchen, damit es daran nicht anklebt.

Finger erst in Prilwasser tauchen und Sika schön glatt streichen.

3 - 4 Stunden sicherheitshalber trocknen lassen. Vorher kann Rad wieder montiert und herab gelassen werden.

Aber dann dafür sorgen, dass sich das Rad sich dabei nicht dreht. Damit ist gewährleistet, das die Arbeit in Ruhe aushärten kann.

Die vormals defekte Stelle bleibt in Verbindung mit dem Manschettengummi dauerelastisch.

fettich.

Gelegentlich nach einiger Zeit diese Stelle mal kontrollieren.

Noch was: Bei mir hält auch eine offene Kartusche längere Zeit, wenn sie kühl gelagert wird und die Spitze drauf bleibt. Der Pfropfen hartes in der Spitze

Bis denn Winne









--Daktari 22:52, 15. Mai 2010 (CEST)