Oeldruckanzeige

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Haftungsausschluss


Inhaltsverzeichnis



Mercedesvorgaben für den OM 616.963:

Öffnungsdruck der Ventile

- am Ölfilter: 3,5 +/- 0,4 bar

- an der Ölpumpe: 7,4 +/- 0,4 bar


Öldruck:

Bei Betriebstemperatur kann der Öldruck im Leerlauf auf 0,5 bar fallen.

Beim Gasgeben muß der Druck sofort ansteigen und bei 3000/min mindestens 3 bar Überdruck erreichen.



Gefahrenlampe bei MB

Gefahrenlampe bei MB an, dann meist schon zu spät.

geschrieben von: Offroader

Datum: 22. Dezember 2010 17:28

Hallo!

Alte Motoren sind auf Kaltstart sehr empfindlich und haben dabei enormen Verschleiß, weil bei diesen Motoren Zahnradpumpen mit sehr geringer Förderleistung und hohem Öldruck verwendet wurden.

Dazu gehört auch der OM616 des Kutters. Insbesondere dauert es gegenüber neueren Motoren (Ölpumpe hat da eine höhere Förderleistung) wesentlich länger bis kaltes Öl durch alle Schmierstellen gelaufen ist. Auch der Öldruck ist bei kaltem Öl viel höher gegenüber heissen Öl.

Für Big Dieselmotore, z. B. LOK (Deutz) ohne Vorversorgung mit warmen Öl sogar schon tödlich.

Denkbar schlecht, wenn der Motor mit kaltem Öl schon richtig hoch gedreht wird. Nur weil er schnell warm werden soll. Auch wenn er es im Moment vielleicht noch verpackt.

Bemerkenswert ist, dass bei kaltem stark verschmutzten Öl, Minipartikel das Überströmventil verklemmen können.

Öl somit beim späteren Neustart erst gar nicht zu den Schmierstellen gelangt, sondern sofort über die in dem Fall offenen Kanäle wieder in die Ölwanne fließt.

Sind diese beim Verklemmen nur halb offen wird auch nicht optimal geschmiert und die Gefahrenleuchte leuchtet dennoch nicht. Wird dann der Motor mit Höchstleistung gefahren, bekommen die Schmierstellen zu wenig Öl.

A & O sind deshalb nicht nur regelmäßige Ölstandkontrollen, sondern auch keine Ölwechsel erst bei 10.000 km. Hatte ich ja schon mal geschrieben. Wer gerne einen neuen Motor haben will, braucht sich nicht daran zu halten.

Eine erhebliche Verzögerung bis letztendlich die Gefahrenleuchte erlischt, merkt man bei nach einem Öl und Filterwechsel. Bis das Schmiersystem wieder mit Öl gefüllt ist und Druck aufgebaut wird, bleibt sie an. Geht sie aus, ist davon auszugehen, dass die Schmierstellen wieder mit Öl versorgt sind.

Entgegen der üblichen Denkweise ist die hier im Forum bezeichnete "Kontrollleuchte" auch keine "Warnleuchte" sondern einen "Gefahrenleuchte".

Diese leuchtet nicht schon, wenn der Druck niedriger wird als optimal. Die Gefahrenlampe leuchtet erst, wenn der Druck schon viel zu niedrig ist, um überhaupt noch eine funktionierende Schmierung sicher zu stellen.

Häufig liegt es am niedrigen Ölstand. Fahren, fahren fahren, ohne Ölstandskontrolle ist tödlich für den Motor, Da bringt ein Manometer auch nicht viel mehr. kopfkratz

Deshalb ist es ja immer so!

Leuchtet die Gefahrenleuchte im Motorbetrieb, sind schon Schäden im Motor nicht auszuschließen.


Grüsse Winne




Re:

Öldruck nach Start

geschrieben von: Daktari

thread ff

Datum: 16. November 2011 09:35

Hallo zusammen,

hier als Standard-Mittelwerte mal die Eckdaten nach dem Motorstart aufgelistet:

Heute morgen auch mal auf den Sekundenzeiger geschaut:

Ölstand: Tendenz zu max.

Außentemperatur: 3°C

Fahrzeug abgestellt: vor 15 Stunden

Öl: BP 15W40, 3/4 Jahr alt, ca. 8000 km

Motor: 180000 Km, Ölverbrauch: im Kurzstreckenbereich fast nix, Autobahn nimmt er schon was.


Bis zum Ausgehen der roten Lampe: 7 Sekunden, im Leerlauf, ohne "Gaskick".

Öldruckmesser: nach 7 Sekunden ca. 2 bar, nach 15 Sekunden 4,5 bar

(bei Betriebstemperatur Öldruck ca. 3-4 bar)


Zum Vergleich die Daten anderer: bitte einmal durch den Beitrag klicken....

Gruß, Daktari





--Daktari 19:45, 22. Dez 2010 (CET)