Kopfstütze entfernen

Aus MB100 Archiv
Wechseln zu: Navigation, Suche

Haftungsausschluss


Inhaltsverzeichnis


Version 1

Hallo liebe Kuttergemeinde,

Nach dem ich nun schon ein dreiviertel Jahr versucht habe die Kopfstützen los zu bekommen, hab ichs nun endlich geschaft die richtigen Knöpfe zu finden. Ich weis, das einige schon die gleichen Probleme hatten.

hier die Lösung wo man Drücken muss.

Kopfstuetze0001.gif

Martin (Berlin)


Version 2

Hallo Kutterfreunde!

Mir ist es bei meinem alten Modell noch nicht gelungen, die ominösen Federn zu entriegeln. Beim neuen Modell half ein beherzter Ruck.

So sieht die Kerbe auf der Rückseite der Kopfstütze aus, in die diese Feder greift, bei alten abgenutzten Sitzen ist in dieser Höhe vielleicht etwas zu fühlen:

Kopflehne Kerbe.jpg

Und irgendwann schaffe ich es auch noch, die Kopfstütze rauszukriegen!

Herzlichst Oma Daggi


Version 3

In Ergänzung zu den Ausführungen von Martin (Berlin) und Oma Daggi hier weitere Details:


http://www.mb100.de/gallery2/d/4109-1/R__ckenlehne+MB100+016.jpg

Die Kopfstützen sind in zwei Führungshülsen eingeschoben.


http://www.mb100.de/gallery2/d/4107-1/R__ckenlehne+MB100+017.jpg

Am unteren Ende der Hülsen ist jeweils eine Nut eingesägt.


http://www.mb100.de/gallery2/d/4105-1/Federklammer+Kopfst__tzenverstellung+1.JPG

Hier befindet sich links und rechts jeweils eine Stahlklammer, die bei eingeschobener Kopfstütze ebenfalls in die Nut der Stütze greift.


http://www.mb100.de/gallery2/d/3526-1/R__ckenlehne+MB100+001.jpg

http://www.mb100.de/gallery2/d/3524-1/R__ckenlehne+MB100+003.jpg

Die Kopfstützen sind somit fixiert; und zwar nur auf einer Höhe. Sie lassen sich also nicht in einer anderen Position fixieren. Die Kopfstützen können durch das gleichzeitige Drücken beider Stahlfedern in der Höhe verschoben werden. Dies gestaltet sich jedoch aufgrund von zwei "Fehlplanungen" etwas schwierig (bis fast unmöglich): Erstens muss man bei dieser Konstruktion beide Klammern drücken und hat dann keine Hand mehr frei, um die Kopfstütze nach oben zu ziehen. Hier wäre ne dritte Hand von Vorteil. Zweitens sind die "Druckpunkte" der Stahlklammern eigentlich überhaupt nicht fühl- und ertastbar.


http://www.mb100.de/gallery2/d/3519-1/R__ckenlehne+MB100+009.jpg

Sinnigerweise haben die Sitzbauer auf der Rückseite einen Karton eingeschoben, der dem rückseitigen Bezug eine gewisse Festigkeit verleihen soll.

Man ist also gezwungen, aufs Gradewohl den Rücken von der hinteren Seite zu massieren und zu drücken, mit viel Glück beide Klammern gleichzeitig zu erwischen und just in diesem Moment die Kopfstütze nach oben zu ziehen. Auch die gewalttätige Alternative, nämlich die Kopfstütze mit hauruck nach oben rauszuziehen, klappt nicht immer.

Ich werde bei meinen Sitzen die Klammern komplett weglassen. Die Kopfstützen halten auch so immer noch ausreichend fest, lassen sich aber jederzeit abziehen.

Alternativ kann man, sofern man die Stützen mal draußen hat, die Nut in den Stützen so ausschleifen/feilen/flexen, dass die Stahlklammern zwar greifen, aber auch gleichzeitig leicht über die Vertiefung hinweggleiten.

Denkbar wäre natürlich auch, dass die Kopfstützen gar nicht zum Entfernen konstruiert wurden. So könnten die Stahlklammern als Anschlag dienen, damit man eben die Stützen nicht abziehen kann. Ansonsten üben sie permanent Druck auf die Metallstangen aus, sodass man die Stützen ohne weitere Arretierung in der Höhe verschieben kann. Mögliche Denkweise der Inschenöre?

So, nun frohes Suchen (eignet sich vielleicht für ne Osteraktion) und viel Erfolg.

(Original von Daktari)

Ergänzungen

Hier einige Präzisierungen, die die Vorgehensweise etwas verständlicher machen.

Die Kopfstütze hat zwei Rundstäbe. Damit wird sie in zwei fest montierte Hülsen in der Schulter des Sitzes geschoben. Fertig! Raus bekommt man die Kopfstütze nun nicht mehr. Der Grund: In jedem Rundstab ist eine Kerbe (Nut) eingeschlagen. Die beiden Hülsen haben je eine Aussparung, quasi ein kleines Fenster. Wenn die Kopfstütze durch die Hülsen geschoben wird, stehen Fenster und Kerben auf einer Ebene. Und nun kommt das Gemeine: Über das Fenster wurde bei der Montage eine Stahlklammer geschoben, wie sie oben abgebildet ist. Damit die die Angelegenheit (auf Ewig) fixiert.

Um nun die Kopfstütze trotzdem rausziehen zu können, zu welchem Zweck auch immer, muß man die Klammern aus dem Hüslenfenster und Kerbe herausziehen. Da das ohne Öffnen des Sitzlehne nicht geht, sollte man es mit drücken von außen versuchen. Das geht aber nur dann, wenn man gleichzeitig beide Klammern drückt und mit der "dritten Hand" die Kofpfstütze rauszieht.

Das Problem: Dazu muss man die Klammern in Schulterhöhe des Sitzes erstmal ertasten, damit man weiß, wo sie sitzen. Das ist eine fürchterlicher Drückerei durch dicken Schaumstoff und nur an der Sitzlehne möglich, die Rückenkontakt mit dem Fahrer hat, da die Lehnenrückseite mit einer festen Pappe versehen ist.

Doch von wo die Stahlklammern eingeschoben worden sind, ist wichtig zu wissen. Denn man muss das Klammerohr drücken nicht die Klammeröffnung. Mir ist es doch tatsächlich gelungen, die Klammeröffnung mit ihren beiden Schenkeln zu ertasten, so dass ich wußte, gegenüber ist das Ohr. Nun nehme man zwei Schraubzwingen, drücke sie über die ertasteten Klammerohren und ruck reißt man die Kofpstütze raus.

Soweit die Theorie, in der Praxis bin ich etwas anders verfahren.

Man nehme ein Skalpell und wage auf der Vorder- und Rückseite des Sitze in Höhe der Klammeröffnung einen kleinen Schnitt. Rein mit dem Finger und man ertastet die beiden Enden der Klammeröffnung. Nun schiebe man einen Schraubenzieher, besser ein Flacheisen z.B. eine Flachfeile durch die beiden Schlitze. Mit beiden Händen am Flacheisen drücke man nun gegen die beiden Schenkel der Klammeröffnung und sofort rutscht die Klammer raus und bleib irgendwo im Schaumstoff hängen. Damit hat man zwei kleine Schlitze im Sitz und eine Klammer, die nie wieder Ärger machen kann.

Die zweite Klammer habe ich mit der Schraubzwingenmethode gedrückt und mit einem Ruck ging die Kopfstütze nun raus. Damit ich an dieser Stelle, die Klammer sitzt ja noc auf der Hülse, keinen Ägzter mehr bekomme, habe ich die Kerben in den Führungsstäben der Kopfstütze mit der Flex egalisiert.

Die sehr elegante und sofort wirsame Skalpell-Methode kann man mit ruhigem Gewissen anwenden, wenn man den mehr oder weniger verschlissenen Sitz mit einem textilen Überzug versehen will oder wie bei mir mit einem Schafsfell. Dazu musste die Kopfstütze runter. Deshalb der ganze Zirkus. Alternativ könnte man auch durch nur einen kleinen Schlitz auf der Sitzückseite die Klammer mit einem Schraubenzieher rausdrücken und die Inzisur im Kunstleder wieder verkleben. Problem: Man kann nur wenig Kraft zum Rausdrücken aufwenden.

(Original von Claus Schwing)



Tipp von Matze:

Ergänzung zur Kopfstützenproblematik

geschrieben von: matze

Datum: 17. Mai 2011 20:26

Hallo,

aus aktuellem Anlass kurze Ergänzung zur Kopfstützenproblematik: (anlehnend an den Beitrag damals von Martin, der ja schon die richtigen Druckpunkte gefunden hatte)

jeder der sich mit den Kopfstützen schon einmal befasst hat, weiss ein Lied von zu singen - kein Loblied! Im Wiki findet sich alles weitere zur Thematik und um einen Überblick zu erhalten...

ABER ES GEHT KINDERLEICHT!

an "alten" sowie an "neuen" d.h. nicht ausgeleiert etc. Bänken heute praktiziert - probehalber auch gleich noch, vorn und hinten und am Kutter von Marko um zu wissen ob es vielleicht nur Zufall war (dafür wären es aber dann zuviele gewesen...GRINS)

folgend Vorgehensweise:

1. auf den Sitz oder die Bank knien..

2. Eine Hand Rechts, eine Links von EINER Kopstützenhalterung, vier Finger ÜBER die Lehne nach HINTEN die Daumen VORN rechts und links des Führungsrohres das sich nun wunderbar im Schaumstoff mit den Daumen ertasten lässt.Du spürst nun ganz deutlich die Stahlklammer!

Es ist auch deutlich zu spüren wo sich Öffnung und das Ohr der Klammer befindet! Mit dem Daumen auf der Seite des Klammerohres, drückst Du ganz einfach etwas zu, so das die Klammer sich etwas verdreht - nach hinten. Damit gibt sie die Nut frei in der sie die Stütze festhält!

Das Selbe auf der anderen Seite und die Stütze lässt sich - oh Wunder! - wie von selbst rausnehmen! Es funktioniert nach ein wenig Übung auch, wenn Du mit einer Hand die Stütze hochziehst und mit der anderen Hand einzeln die Klammern wegdrückst

Es geht wirklich kinderleicht, ohne Gewalt Drückerei und Fummelei...

Probier es! es macht immer wieder Spaß!


Grüße,


Matze









--Daktari 00:05, 18. Mai 2011 (CEST)