Getriebeoelwechsel

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Haftungsausschluss


Inhaltsverzeichnis


Füllmenge und Qualität:

2,5 ltr Getriebeöl SAE 80


Beschreibung I

Zwar gab es zunächst Schwierigkeiten die Einfüllschraube zu finden, aber im Grunde ist sie sehr auffällig (Gerd hat´s weiter unten schon beschrieben): Auf der linken Seite direkt hinter der Antriebswelle. Man braucht eine 24 Stecknuss mit kurzer Verlängerung. Wenn sich diese Schraube öffnen lässt (aber auch nur dann), kann man die Ablassschraube, die unten nach vorne weggeht öffnen (14er Innensechskant) und die alte Suppe heiss rauslassen. An meiner Ablassschraube hingen echt viele Späne und das Öl sah gar nicht mehr gut aus. Das Einfüllen des Öls (insgesamt 2,6l SAE 80/90)geht ganz gut mit der herausziehbaren Tülle, die wohl die meisten Getriebeölgebinde haben (sieht man nicht auf den ersten Blick, sollte man nach fragen).


Es gibt einen Hohlraum unter dem Fahrzeug, in den man die Flasche halten kann um dem Öl das nötige Gefälle zu geben. Wichtig ist noch, sich vorher zwei passende Dichtringe zu besorgen. Bei mir haben 0,8 l Öl gefehlt. Und mein zweiter Gang hakelt jetzt schon viel sympathischer. Alles in allem hat die Aktion 16 Euro, eine Stunde und zwei schwarze Arme gekostet, ging ohne Grube oder Bühne und macht bei jedem Schalten Freude.

(Original von Jörg)


geschrieben von: Hörnchen

Datum: 17. Juli 2009 07:39

Ergänzung:

1. Ich hab mir bei MB mal ´ne neue Öleinfüllschraube geleistet, weil bei der alten die Kanten schon ganz schön rund waren. Die neue Schraube ist jetzt nur noch ´ne 22er. Am besten lässt sie sich mit einem gekröpften Ringschlüssel öffnen und schließen, vor allem, wenn man dazu auf dem Bauch unterm Kutter liegt.

2. Das Einfüllen des neuen Öls geht super mit einer Spritzwasserflasche aus dem Laborbereich. Die kennt man, wenn man sonst nichts mit ihr zu tun hat, wenigstens aus dem Chemieunterricht, z. B. für destilliertes Wasser. Eine meist transparente Kunststoffflasche zum Drücken, mit einem Röhrchen bis auf den Boden, welches oben aus der Flasche tritt, einen Knick von etwa 45° macht und sich zum Ende hin verjüngt. Das sich verjüngende Ende einfach abschneiden, damit das zähe Öl (bei niedrigen Temperaturen im Wasserbad vorwärmen) gut durch kann. Mit der Flasche, die es in verschiedenen Größen gibt (ich habe ´ne 0,5l), kann man ohne viel Sauerei und ohne sich die Hände zu verbiegen sehr dosiert Getriebeöl nachfüllen. Selbst auf einer Reise ist es kein Thema, zwischendurch einen Spritzer Öl nachzufüllen, wenn man sich um den Ölstand sorgen sollte. Die Flaschen gibt es u.a. in Apotheken, aber nicht in allen. Ich habe sie glaube ich erst in der vierten Apotheke bekommen.

Gruß aus Bot, Jörg

(Original von Jörg)



Hinweise

- Inbus-Schlüssel 14 mm für Ablaßschraube, 24er Nuss für Einfüllstopfen. Besonders die Einfüllschraube war extrem fest. Aufgrund der leichten Verformung an des Schraubenkopfes war feststellbar, dass bisher ein Wechsel vorgenommen wurde. Dies war vermutlich die erste Inspektion nach Kauf des Neuwagens (Späne im Getriebe durch Abrieb).

- Außentemperatur 15° C. Deshalb Getriebeöldosen (5 x 500 ml) in Eimer mit heißem Wasser vorgewärmt, um Viskosität zu erhöhen. Öl ist superleicht geflossen!

- Getriebe nicht warmgefahren (30 km Schnellstraße!?). Deshalb nach Öffnen beider Schrauben Warmluft mit Föhn eingeblasen.

- Ölmenge 2,5 ltr könnte komplett aus den Dosen entnommen werden, da sehr dünnflüssig durch Vorwärmung.

- Ölmenge 2,5 ltr nach Gebrauchsanweisung MB korrekt.

- Nach Umfüllen des Altöls in die Dosen fehlten ca. 0,5 ltr Öl. Verbleib?

- Betr. Dichtungsscheiben. Neue Scheiben wären zu empfehlen. Einfüllschraubendichtung aus Kupfer, Ablassschraubendichtung aus Stahl? Durchmesser leider nicht gemessen!

- Als Abschluss die beiden Schrauben zur besseren Kennung rot lackiert.


Bilder

http://www.mb100.de/gallery2/d/1750-1/MB100_Getriebe11_2003_2.jpg

Die Einfüllschraube SW 24, innen hohl, mit Kupferringdichtung.


http://www.mb100.de/gallery2/d/1753-1/MB100_Getriebe11_2003_1.jpg

Die Ablassschraube Innensechskant 14 mit dem Magneten sowie den Spänen in der Schraubenmitte, Dichtring aus Stahl?.


http://www.mb100.de/gallery2/d/1755-1/MB100_Getriebestopfen08_11_2003.jpg

Getriebestopfen

(Hinweise & Bilder von Daktari)


Beschreibung II

Hallo Kutterkapitäne,

da wir in Norddeutschland ja schon seit einigen Tagen schönes trockenes Wetter haben habe ich mich gestern mal an den Getriebeölwechsel gemacht. Wie ich es ja nicht anders von meinem Kutter kenne ließen sich alle Schrauben recht problemlos öffnen. Sowohl als Einfüllschraube als auch als Ablasschraube sitzen bei mir Schrauben MW24.

http://www.mb100.de/gallery2/d/5376-2/Ablasschraube.JPG


Das Einfüllen habe ich mit einem Stück Gartenschlauch ca. 70 cm lang gemacht. Den Schlauch habe ich etwas schräg nach unten in die Einfüllöffnung gewürgt, da hält es sich selbst fest Bild.

http://www.mb100.de/gallery2/d/5391-1/Schlauch1.JPG


Das andere Ende habe ich durch die Radaufhängug hinter das Rad nach oben gelegt.

http://www.mb100.de/gallery2/d/5394-1/Schlauch2.JPG


Damit konnte man eigentlich ziemlich bequem im Radkasten den Schlauch füllen und nach unten nachlaufen lassen. Auf ein Erwärmen habe ich verzichtet, das hätte die Aktion aber sicher deutlich beschleunigt. Das alte Getriebeöl waren noch so ca. 2,2 Liter schwarz und sehr dünnflüssig. Nach guter Schmierung sah das nicht mehr aus. Jetzt habe ich 2,6 Liter neues drin. Der 1. und 2. Gang schaltet sich um einiges leichter, auch bei kaltem Auto. Die anderen gingen auch vorher schon gut. Bei "höheren Geschwindigkeiten" hatte ich immer ein deutliches Jaulen vom Getriebe. Das ist jetzt fast weg. Der Geräuschpegel hat sich dadurch noch einmal deutlich verringert. Die Aktion ging komplett ohne Grube, Aufbocken oder sonstiges. Nur die untere Motorabdeckung musste ab. Fazit: Die Aktion hat sich gelohnt.

(Original von ThoK)