Bremskraftregler (Hinterachse)

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Haftungsausschluss


Die automatisch-lastabhängigen Bremskraftregelung (ALB) steuert die Bremskraft an den Hinterrädern.

http://archiv.mb100.de/images/7/7a/LAB_Lastabh%C3%A4ngiger_Bremskraftregler_MB_100.JPG http://archiv.mb100.de/images/e/ec/LAB_mit_Koppelstange_und_MB100.JPG


Der ALB sorgt dafür, dass die Trommelbremsen hinten richtig dosiert bremsen, dh. weniger bremsen, wenn keine Ladung an Bord ist und mehr, wenn geladen ist. Wenn der LAB fest ist, wird er in aller Regel die volle Bremskraft weitergeben ...........

Inhaltsverzeichnis


Schöner Beitrag von HMC

L ast A bhängiger B remskraftregler

Eines vorweg: Wenn die Bremsen nicht tun, was sie sollen, geht das wichtigste am Auto nicht. Sie sind die Lebensversicherung!!!

Also genau arbeiten und wissen, was man tut.

Lieber einmal zuviel in die Werkstatt oder jemanden um Hilfe gebeten. Ich schließe auf jeden Fall jegliche Haftung von meiner Seite aus!

Der LAB sorgt dafür, dass die Trommelbremsen hinten richtig dosiert bremsen, dh. weniger bremsen, wenn keine Ladung an Bord ist und mehr, wenn geladen ist.

Wenn der LAB fest ist, wird er in aller Regel die volle Bremskraft weitergeben, und das führt schnell zum Ausbrechen des Hecks!

Der LAB ist auf die Innenseite (Beifahrer) des Rohrrahmens geschraubt, kurz vor der Hinterachse.

Die Bremsleitung kommt von oben hinein und führt unten über den Bremsschlauch wieder raus zur Trommelbremse.

http://archiv.mb100.de/images/1/1b/ALB.JPG

Die Gummikappe auf dem Photo bedeckt einen Entlüftungsnippel.

Von Links nach rechts: das erste Teil oben links ist der Kolben, über den die Bremskraft geregelt wird.

Dieser ist bei mir hängen geblieben – und zwar rein gedrückt, was zu voller Bremskraft führt.

Die Schraube mit der Plastikmutter darunter ist zum Einstellen.

Das Teil, das da nach unten geht, ist der Hebel, der den Kolben von oben drückt und bedient.

Das geschieht über die Feder unten und den Hebel, der von dem anderen Ende der Feder nach oben führt.

Dieser ist am anderen Ende an der Achse befestigt.

Je nach Beladung ist die Feder also kürzer oder länger.

Vorgehensweise: zuerst die Feder aushängen und schauen, was der Kolben oben drin macht.

Bewegt er sich noch, dann mal sehen, dass der ordentlich gangbar ist.

Wenn maximale Bremsleistung da ist, wird der aber festgefressen sein.

Dann den Bremsschlauch und die Bremsleitung ab.

Den LAB abschrauben (eine Schraube oben, eine unten, ordentlich Caramba weil viel Rost, Gangbarkeit überprüfen und wahrscheinlich ersetzen.

Einbau in umgekehrter Reihenfolge, darauf achten, dass die Bremsleitungen ordentlich zugeschraubt sind (Anzugsmoment???).

Bremse entlüften:

Zu zweit arbeiten.

Zuerst nachsehen, ob im Bremsflüssigkeitsbehälter genug Flüssigkeit ist (gaaanz voll).

Die Gummikappe vom Nippel abnehmen, ein (kleines) Stück aufschrauben, sodass beim Treten aufs Pedal Bremsflüssigkeit austritt.

Danach die Bremse mehrmals ordentlich durchtreten (Motor aus), bis keine Luft mehr aus dem Ventil kommt (zweite Person tritt die Bremse), und danach noch ein bischen mehr. Sicher ist sicher.

Ventil wieder zu schrauben – das Pedal während des Zuschraubens getreten halten.

Den gleichen Vorgang mit den Entlüftungsnippeln an den Trommelbremsen wiederholen, eine Seite nach der anderen.

Ggf. die Nippel ersetzen, wenn nötig. Darauf achten, dass genug im Bremsflüssigkeitsbehälter ist!

Wenn da die Flüssigkeit aus geht, müssen alle Bremsen entlüftet werden!!!)

Alles säubern, Motor an, Pedal fest treten - tritt irgendwo Bremsflüssigkeit aus???

DANACH BREMSTEST!

Mehrmals zuerst leicht, dann immer fester Bremsen.

Reagiert die Bremse?

Federt sie?

Alles ok? → Dann zum Prüfstand und einstellen.

Einstellen: hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung, hab ich die Werkstatt machen lassen.

Wieviel Bremskraft muss er in welchem Zustand können, wie stellt man es genau ein? PN an hmc ;)

Bild by goodmofu – ohne zu fragen ;) wird aber ersetzt, sobald ich mal zum Bilder machen komme



das Problem mit dem TÜV

geschrieben von: Dieter

Datum: 01. Juli 2010 10:06

das Problem mit dem TÜV ist oft, dass die Prüfer verkennen, dass der MB 100 Frontantrieb hat und demgemäß eine Achslastverteilung mit ca. 2/3 auf der Vorderachse.

Demgemäß ist es normal, dass die Bremskraft bei leerem Fahrzeug hinten wesentlich geringer als vorne ist.

Dies wird jedoch von vielen Prüfern fälschlicherweise als Mangel betrachtet.

Deshalb fahre ich seit vielen Jahren nur mehr mit Gewicht hinten zum TÜV.

Gruß, Dieter




Re: Bremsen

geschrieben von: ralle

Datum: 18. Mai 2009 09:40

die Bremswirkung hinten ist wirklich gering, dafür kein ausbrechendes Heck

Werte von 60 bis 100 daN sind da normal, auch wenns der TÜV in letzter Zeit nicht mehr so recht glauben will

mußte deshalb schon mal zur Nachprüfung mit Hinterradbremse, die dadurch "repariert" wurde, dass Ballast hinten reingelegt wurde.

Dann war der TÜV aufgrund der höheren Werte zufrieden.

Ich stell mich beim Bremstest immer auf die Stoßstange (nee nich vorne) und Jump mal nach unten damit sie sehen das der ALB funzt.

grüze ralf




Re: Zum Thema ALB...

thread

geschrieben von: blacky

Datum: 01. Juli 2010 08:43

Hallo Freunde,

der ALB sorgte auch bei immer wieder für Verdruß beim TÜV-Besuch- schlechte Bremswerte hinten!

Durch Zusatzgewichte ganz weit hinten verbesserten sie sich.

Der ALB funktionierte aber anscheinend.

Auch beim Zerlegen konnte ich nichts feststellen.

Jedoch fiel mir auf, daß der Umlenkhebel zwischen Hinterachse und ALB stark wackelte.

Die Kunststoffgleitlagerbuchsen waren ziemlich verschlissen.

Dies führte zu einem späteren Ansprechen des ALB.

Die Kunstoffbuchsen habe ich durch handelsübliche Bronzebuchsen ersetzt.

Dadurch kein Wackeln mehr und normale Bremswerte.

Leider habe ich nun eine weitere Schmierstelle einmal jährlich zu versorgen.

Ich schau mal ob ich die Abmessungen der Buchsen noch auftreiben kann!

Grüße Blacky


Austausch der ausgeschlagenen Lagerbuchsen des Umlenkhebels der ALB

geschrieben von: blacky

Datum: 14. März 2011 10:11

Hallo,

hier nun meine Info zum Austausch der ausgeschlagenen Lagerbuchsen des Umlenkhebels der ALB (automatisch lastabhängigen Bremskraftsteuerung):

(die ausgeschlagenen Buchsen verursachen axiales Kipp- Spiel des Hebels und dadurch verändertes Ansprechen des ALB-Ventils!)


Vor der Demontage des Umlenkhebels unbedingt den Abstand an der Gewindestange ausmessen und notieren!

Eine Verlängerung der Gewindestange ergibt eine Druckerhöhung in HA- Bremsleitung!


Original Bundbuchse aus Kunstoff di= 12mm; da=16,2mm

Gesamtlänge mit Bund lg= 14mm, Dicke Bund = 2mm, Außendurchmesser Bund= 22mm

Die Kunstoffbuchsen mit geeignetem Durchschlag etc. austreiben.


Ich habe leider keine passende Bundbuchse erhalten, somit wurde ein Buchse ohne Bund verwendet.

Die Buchse habe ich um die Bunddicke überstehen lassen damit kein Axialspiel entsteht. Buchse di x da x l= 12 x 16x 15mm bspw.hier erhältlich:

cgi.ebay.de


Oder mit Bund

cgi.ebay.de


oder in gut sortierten Industriebedarfhandel.


Der Hebel sollte gut gefettet leicht auf die Achse zu stecken sein, ansonsten mit feinen Schmierelpapier die Achse glätten.

Nun sollte der Hebel wieder fast spielfrei funktionieren!


Perfektionisten können noch einen Schmiernippel am Hebel vorsehen.


Ich hoffe das die Maßangaben stimmen, da ich keine Bestellunterlagen mehr auffinden konnte!!

Weitere interessante Infos zur ALB findet ihr hier www.hanshehl.de



Austausch der Koppelstange

geschrieben von: Oma Daggi

thread

Datum: 12. Februar 2009 12:40


So sah es aus:

http://archiv.mb100.de/images/7/73/Koppelstange_ALB_Daggi.jpg


Mit 43 Euro war ich dabei, im Nachhinein ok, denn das zweite Kugelköpfchen gab schon beim scharfen Hinsehen auf, und die rostnarbigen Köpfchen hatten ungefähr den halben Durchmesser von denen an der neuen Stange.

Ohne diese Stange scheint die Bremswirkung der Hinterachse komplett zu fehlen.

Liebe Grüße

http://www.dadogi.de/Forum/Profil/kuttertr.gif

Oma Daggi


Zusatz, geschrieben von: fingerlöter

Datum: 12. Februar 2009 11:07

Hallo, handelt sich um die Überreste der Verbindungsstange zwischen Hinterachse und Zwischenhebel zum Bremskraftregler hinten.

Die dahingeschiedenen Kugelköpfe nebst M-8 Gewinde gehören zu den Gelenken A 6313200328 (Linksgewinde im Aluguss) bzw. A 6313200128 (Rechtsgewinde im Aluguss).

Die Mutter hat die Nr. N 913004006002.

Die Dinger gabs früher einzeln, nun muss die komplette Verbindungsstange geordert werden A 1233201489 bzw. A 6314200074.


Gruss

Jürgen




Einstellwerte

Re: LAB-Problem

geschrieben von: Dieter

Datum: 10. Juni 2009 08:31

Hallo,

........ bei leerem Fahrzeug blockiert die Hinterachse bei einer Bremskraft von ca. 200 bis 300 daN. ........


Hier die ungefähren richtigen Werte:


vorne 300 bis 500 daN

hinten (leer) 70 bis 150 daN

Handbremse 150 bis 250 daN


Gruß, Dieter



Re: LAB einstellen?

geschrieben von: Dieter

Datum: 29. September 2010 08:36

an der Plastikmutter darf nicht gedreht werden, der richtige Wert wird am Gestänge eingestellt

Einstellwerte an der A-Säule Fahrerseite

Gruß, Dieter



ALB-Regler prüfen und einstellen

link zu Hans Hehl





--Daktari 09:23, 1. Jul 2010 (CEST)